Naturschutzgebiete

Ascheberger Warder im Großen Plöner See

 

Das Naturschutzgebiet umfasst die drei Inseln Ascheberger Warder, Tempel und die „Kleine Möweninsel“  und eine alle umgebende Wasserfläche. Das Gebiet wurde primär wegen seiner großen Bedeutung für Vögel unter Schutz gestellt. Das Naturschutzgebiet darf nicht betreten werden, jedoch bleibt einem der Naturgenuss hier nicht ganz verwehrt, da man auch auf einer Fahrt mit den Schiffen der Plöner Seerundfahrt einen schönen Eindruck dieses Naturschutzgebietes bekommen kann. Anderen Booten / Schiffen ist es nicht erlaubt die Gewässer des Naturschutzgebietes zu queren.

Die Insel Tempel und die „Kleine Möweninsel“ sind erst seit 1881 durch eine Absenkung des Sees um 1,14 m sichtbar  geworden. Die Insel Ascheberger Warder hat sich mit dieser Seespiegelabsenkung etwa verdoppelt.

 

Insel Ascheberger Warder

Sie ist mit 9 ha die größte Insel im Großen Plöner See. Im Gegensatz zu den andern beiden Inseln des NSGs ist sie bewaldet. Es handelt sich hier um einen artenreichen und urwaldähnlichen Wald der für Schleswig-Holstein einzigartig ist. Seit Mitte der 60er Jahre wird auf jegliche forstliche Nutzung verzichtet. 

Typisch für einen Urwald ist der Totholzanteil sehr hoch. Man findet abgestorbene Bäume, deren Verrottung sehr unterschiedlich weit vorangeschritten ist. Im niedriger gelegenen nördlichen Teil der Insel wächst ein Erlen-Eschenwald. Infolge des fehlenden Wildverbisses und den unterschiedlichen Boden- und Feuchtigkeitsverhältnissen haben wir hier eine sehr abwechslungsreiche Krautschicht. Vom Frühjahr bis in den späten Sommer hinein verleihen hier Blumen wie z. B.  Buschwindröschen, Hohe Schlüsselblume, Lerchensporn, Lungenkraut, Goldnessel, Bachnelkenwurz und Gilbweiderich dem Boden Farbe.

 

Auf dem höheren Teil der Insel wächst ein Ulmen-Eschenwald mit teils mächtigen Einzelbäumen wie Buchen und Eichen. Hier brütet regelmäßig auch der sehr störungsempfindliche Seeadler.

Der Seeadler hat eine hohe Fluchtdistanz, deshalb darf das NSG nicht betreten oder befahren werden

Foto: T. Jäger (VDN)

Die buschfreie Insel ist ein wertvoller Brutplatz für die seltene Kolbenente

Foto: R. Jürgens (VDN)

Tempel und die „Kleine Möweninsel“

Diese zwei Inseln werden künstlich baum- und buschfrei gehalten, um vielen am Boden brütenden Vögeln wie z. B. Lachmöwen, Flussseeschwalben, Brandgänsen und der seltenen Kolbenente eine Brut zu ermöglichen. Durch die hohen „Guano-Mengen“ wächst hier eine Stickstoff liebende, kräftige Hochstaudenflur. Vor allem Brennnesseln, Zottiges Weidenröschen und Stumpfblättriger Ampfer finden hier ein gutes Auskommen.

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