Naturschutzgebiete

Inseln im Großen Plöner See und Halbinsel Störland

 

Der Große Plöner See ist der inselreichste und größte See Schleswig-Holsteins. Er ist das bedeutendste Brutgewässer des Landes und liegt im Hauptzugweg nordischer Vögel. Im Frühjahr und Herbst mausern hier große Scharen an Enten und Tauchern ihr Gefieder.

Zum Naturschutzgebiet „Inseln im Großen Plöner See und Halbinsel Störland“ gehören die Inseln Alswarder, Konau, Langes Warder, Rottenwarder, kleinere Vorinseln und die Halbinsel Störland. Es umfasst einschließlich der Wasserflächen eine Fläche von 261 ha. Sowohl Festland, Inseln als auch weite Teile des zum Schutzgebiet gehörenden Gewässers sind nicht betretbar. Durch die weitläufigen Flachwasserzonen, die windstillen Bereiche und die verhältnismäßig geringe Störintensität ist das NSG für Wasservögel besonders attraktiv.

Das NSG ist ein Paradies für Wasservögel

Foto: S. Koschinski

 

 

Die Inseln

Auf den Inseln hat der majestätische und störempfindliche Seeadler sein Brutrevier, Schellenten und Gänsesäger brüten in Baumhöhlen und zahlreiche Graugänse brüten und mausern hier.

Um die Inseln besteht eine Fischereisperrzone und Boote ohne Motorkraft dürfen das NSG nur durch einen bestimmten Korridor im Osten des NSGs durchfahren.

Der Seeadler ist sehr scheu und hat eine hohe Fluchtdistanz. Deshalb darf das NSG nicht betreten werden

Foto: T. Jäger

 

Die Halbinsel Störland

Entlang der Naturschutzgebietsgrenze der Halbinsel Störland führt durch einen attraktiven Redder (Doppelknick) von Sepel nach Godau ein Wanderweg, der dem Besucher schöne Ausblicke auf das Schutzgebiet ermöglicht. Schon allein dieser Weg ist seinen Ausflug wert. Er schlängelt sich eingefasst von zwei alten Knicks an einzelnen alten Bäumen vorbei durch die hügelige Landschaft.

Die Halbinsel ist kleinräumig durch Knicks und Erlenreihen gegliedert.

Foto: S. Koschinski

 

Extensive Grünlandflächen und Binsensümpfe nehmen den südlicheren Teil des NSGs ein. Pflanzen wie Nickende Kratzdistel, Körnchen-Steinbrech, Huflattich und Heidenelke gehören beispielsweise mit zum besonderen Pflanzeninventar. Es brüten mehrere Paare des seltenen Neuntöters in diesem Gebiet. Zum Wasser hin schließt sich ein Gürtel Erlenbruchwaldes an.

Auf der Halbinsel Störland wird das Pflegekonzept „Halboffene Weidelandschaften“ verfolgt. Mit Hilfe von  Galloways werden die Flächen extensiv beweidet, um Struktur- und Artenvielfalt zu erhalten und Äsungsflächen für Graugänse zu schaffen.

Die zotteligen Landschaftspfleger, Foto: S. Koschinski

Wer mehr zum Pflegekonzept wissen möchte, bitte hier klicken.

 

 

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