© Lena Svensson_Pixabay

Geschichte

Von der mittleren Steinzeit bis hin zur Gutswirtschaft

Zahlreiche Funde belegen bereits die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung der Holsteinischen Schweiz in der Stein- und Eisenzeit. Da die Böden kalk- und nährstoffreich sind, blickt auch die landwirtschaftliche Nutzung auf eine lange Geschichte zurück. Historisch gewachsene Gutssitze mit prächtigen Herrenhäusern prägen ebenso die Holsteinische Schweiz wie die mächtigen Feldsteinkirchen oder die schönen Reetdachkaten mit ihren alten Bauerngärten - z. B. die Dunkersche Kate in Bosau.

Frühe Besiedlung

Im Naturpark stammen die frühesten Spuren menschlichen Lebens aus der mittleren Steinzeit (10.000 bis 3.000 v. Chr.). Die Menschen waren damals Jäger, Sammler und Fischer. Gegen Ende dieser Kulturstufe jagten sie überwiegend Vögel und Niederwild - und schon damals wurde das Großwild aufgrund der wachsenden Bevölkerung seltener. In der Jungsteinzeit (3.000 bis 1.700 v. Chr.) begannen die Menschen mit Ackerbau. Etwa 600 Jahre n. Chr. verdrängten Slawen die bisher ansässigen germanischen Stämme. Sie siedelten bevorzugt am Wasser. So gehen z. B. die Namen Eutin (Utin), Gremsmühlen (Gremenze) und Plön (Plune) auf slawische Namen zurück. Gleiches gilt für die Schwentine: „Sventana- der heilige Fluss“. 600 Jahre lang konnten die Slawen das Land gegen die nordelbingischen Sachsen und Dänen behaupten. Als Schutz der Sachsen gegen die Slawen diente auch der „Limes Saxoniae“, der südlich von Kiel begann und bis an die Elbe führte, wobei er durch den westlichen Teil des heutigen Naturparks verlief. Den Limes sollte man sich nicht als Wall vorstellen, wie ihn Römer erbauten, sondern als Landschaftsraum aus moorigem, sumpfigem Gelände, das schwer zu durchdringen war und an dessen Übergangsstellen Burgen errichtet wurden. Das Gebiet wurde aber dennoch erobert - mehrere Jahrhunderte währten die Kämpfe zwischen den germanischen und slawischen Stämmen, bis Ritter in der Mitte des 13. Jahrhunderts die Verwaltung großer Ländereien übernahmen.

Archäologische Denkmäler

An mehreren Stellen des Naturparks lassen sich archäologische Denkmäler finden. Einige sind mit Informationstafeln des Archäologischen Landesamtes versehen. Zu sehen oder zu erahnen sind z.B.:

  • Grabhügel bei Nehmten (Kreis Plön)
    an der Straße zwischen Dersau und Bredenbek, Höhe Gut Nehmten
  • Grabhügel in der Gemeinde Rantzau
    am Wanderweg entlang des Standortübungsplatzes Wurth mit Blick auf das Kossautal (zwischen Rantzau und Sasel, Kreis Plön)
  • Grabhügel bei Schmalensee/Tarbek
    (östlich von Bornhöved, Kreis Segeberg)
  • Katzburg, Katzburgkoppel Gemeinde Bosau
    östlich von Hassendorf (Kreis Ostholstein)
  • Burgen am Ukleisee, Eutin (Kreis Ostholstein)
  • Slawische Burg Plune auf der Insel Olsborg (zu sehen vom Wanderweg am Nordufer des Gr. Plöner Sees in Plön zwischen der Badestelle Fegetasche und der Rosenstraße)

Weitere interessante Themen

Sie benutzen offenbar den Internet Explorer von Microsoft als Webbrowser, um sich unsere Internetseite anzusehen.

Aus Gründen der Funktionalität und Sicherheit empfehlen wir dringend, einen aktuellen Webbrowser wie Firefox, Chrome, Safari, Opera oder Edge zu nutzen. Der Internet Explorer zeigt nicht alle Inhalte unserer Internetseite korrekt an und bietet nicht alle ihre Funktionen.