© S. Fuhrmann

Tiere beobachten

Ein Naturpark voller Leben – entdecke deine Lieblingstiere

Tiere Beobachten - aber wie?

Auf dieser Seite nennen wir ein paar Möglichkeiten, Tipps und Orte, damit du ihnen vielleicht begegnen kannst. Ob mit oder ohne Erfahrung, ob für Frühaufsteher oder Nachtschwärmer, es gibt für jeden gute Chancen Tiere zu erleben. Wenn man ein bestimmtes Tier sehen möchte, ist es zu empfehlen sich vorher mit diesem zu beschäftigen. Jede Information kann helfen, nicht nur das Tier zu finden, sondern auch um einzuschätzen, wann und wie weit man sich diesem Tier nähern kann, ohne ihm zu schaden. Hier reagiert jedes Tier anders. Zum Beispiel lässt sich so manche Stockente fast aus der Hand füttern. Hingegen ergreifen Seeadler und Graugänse schon in ca. 400 m Entfernung die Flucht. Und dabei ist auch entscheidend wie du ihnen begegnest. Zum Beispiel reagieren Wasservögel auf SUPs stärker als auf ein Kajak in gleicher Entfernung. Oder ein Auto wird von Vögeln wie z. B. Kranichen oder Gänsen weniger als Gefahr angesehen als jemand der aus einem Auto aussteigt oder vorbei wandert. Egal wo man Tieren begegnen möchte, man sollte sie nie beim Fressen, der Balz, dem Nestbau oder der Brutpflege stören.

Beobachtung von Seeadler und Co.

Der Naturpark Holsteinische Schweiz ist ein Paradies für „Vogelgucker“. Durch seine vielfältigen Lebensräume bietet er Vögeln eine bunte Auswahl an Nahrungs-, Brut- und Rastgebieten. Besonders zahlreich tummeln sich Wasservögel zu allen Jahreszeiten an den über 200 größeren Gewässern. Der Naturpark liegt im Hauptzugweg der nordischen Vögel.  Hier rasten zahlreiche befiederte Gäste aus Skandinavien nachdem sie erfolgreich im Herbst die Ostsee überquert haben. Zu den prominentesten Vögeln im Naturpark zählt auch der Seeadler, der hier sein Hauptverbreitungsgebiet in Schleswig-Holstein hat. Es bestehen gute Aussichten, ihn an unseren Seen anzutreffen oder gar bei seiner Jagd auf z. B. Blesshühner zu beobachten. Zum Beispiel brütet er seit vielen Jahren auf den Inseln im Großen Plöner See. Deshalb darf man sie auch nicht betreten. Besuche doch mal im Frühjahr die Seeadlerbeobachtungsstation bei Rathjensdorf oder gehe bei einer geführten Seeadlerexkursion mit. Hier gibts umfangreiche Infos zu unseren gefiederten Naturpark-Tieren des Jahres:

Tipp

Du möchtest einen Eisvogel sehen?

© Christian Garleff

 

Gar nicht so leicht, obwohl er z.B. an der Schwentine und den sie durchfließenden Seen vorkommt und herrlich blau in der Sonne schillert. Das liegt unter anderem daran, dass er meistens blitzartig schnell an einem vorbeifliegt.

Deshalb unser Tipp: Halte zuerst mit den Ohren Ausschau! Denn oft kündigt er sich mit seinem Ruf an.

Fledermäuse

eine Besonderheit des Naturparks

Breitflügelfledermaus im Flug © Dietmar Nill

 

In der Abend- und Morgendämmerung hat der aufmerksame Beobachter fast überall im Naturpark gute Chancen Fledermäuse zu beobachten. Am Kalkberg in Bad Segeberg, wo in der Saison Old Shatterhand und Winnetou bei den Karl-May-Festspielen täglich für das Gute kämpfen, leben heimlich und leise besonders viele in einer Höhle. Im Winter ist diese sogar mit über 25.000 Tieren das bundesweit bedeutendste bekannte Quartier für diese kleinen Kobolde!

Unsere Fledermaus Erlebnistipps

Welche größeren Säugetiere kann man beobachten?

Damhirsche und Rehe
Während Rothirsche hier nicht frei vorkommen, hat man sehr gute Chancen Damhirsche und Rehe zu sehen, deren Bestandsdichten in dieser Region hoch sind. Damhirsche sind größer als Rehe und haben im Sommer ein gepunktetes Fell. Die Männchen der Damhirsche haben im Gegensatz zu den Männchen der Rehe ein imposantes Geweih. Beide nutzen gerne Gehölze als Deckung und sind auch auf Kulturen unterwegs. Am leichtesten kann man sie in der Dämmerung beobachten. Eine besonders gute Beobachtungszeit beim Damhirsch ist die Brunftzeit, die Ende September beginnt und im Oktober ihren Höhepunkt erlangt. Dann verrät das röhrende Rufen der männlichen Tiere ihre Aufenthaltsorte.

Wildschweine
Wildschweine verstecken sich gerne am Tag in Kuhlen oder im Dickicht und sind nachts umso aktiver. Dann sieht man, oder viel mehr hört man sie vermehrt in Suhlen, auf Feldern und Wiesen. Oft auch unmittelbar am Wegesrand. Jedoch verschwinden sie meist sofort, wenn ihr guter Geruchssinn uns wahrnimmt.

Dachse
Dachse kann man im Naturpark nur mit sehr viel Glück sehen, wenn man nicht weiß, wo sie ungefähr ihren Bau haben. Sie werden in der Dämmerung aktiv, wenn andere oft bereits schlafen gehen. Hat man aber das große Sichtungsglück, kann es schon einmal sein, dass sie in ihrem Trott sogar auf Wegen sehr nahe an einen herankommen, da sie sehr kurzsichtig sind. Allerdings nur wenn der Wind dem Beobachter dabei entgegenkommt, denn sie können sehr gut riechen!

Tipp

Du bist kein Frühaufsteher?

Dann kannst du Rot-, Dam- und Schwarzwild auch am Tag im Wildgehege in Bad Malente-Gremsmühlen kostenfrei beobachten.

Weitere Angebote zum Tiere Beobachten in der Nähe des Naturparks

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